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Fotodesign
Island Eisberge Gletscher Julian Salamon
 

Landschaftsfotografie

Die Entstehung der Landschaft im Kopf

Erst dadurch das sich der Mensch von der Natur abgrenzte, entstand der Standpunkt die Landschaft als solche von ausserhalb zu betrachten. Es wuchs das Bedürfnis die Landschaft zu beschreiben. Erst mit der Entstehung der großen Metropolen kam das Genre der Landschaftsmalerei auf. Vorher lebten die Menschen unmittelbar in und mit der Landschaft und hatten gar nicht das Verständnis die Landschaft abzubilden. Die meisten waren unmittelbar über die Landwirtschaft mit der Landschaft verbunden.

 

Landschaftsfotografie hat somit immer etwas mit dem Menschen zu tun. Es ist die bewusste Betrachtung der Natur. Luzius Burkhard fast es treffend zusammen: „In der Umwelt eine Landschaft zu erblicken ist eine schöpferische Tat unseres Gehirns“

Schnell vergessen wir das der neue Betrachtungsabstand von der Natur uns nicht über die Natur erhebt. Die Natur benötigt uns nicht, wir aber könnten ohne sie nicht ansatzweise überleben. Wir sind Teil der Natur aus welcher die Landschaft besteht. Viele alten Völker wie die Maori in Neuseeland oder die Aborigines in Australien leben in tiefer Verbundenheit mit der Natur. Die Landschaft ist für sie ein kultureller Ort, der verehrt wird. Jeder Ort in der Landschaft hat für sie eine besondere Bedeutung. Jeder der einmal in diesen ursprünglichen Jahrtausende alten Landschaften war, kann dies unmittelbar nachempfinden. Ich bin erst durch meine Suche nach diesen ursprünglichen Landschaften auf meine Leidenschaft gestossen mich mehr damit zu beschäftigen. Meiner Meinung muss sich ein jeder Landschaftsfotograf auch emotional mit der Landschaft, die er fotografiert, beschäftigen.

Landschaft und Naturfotografie

Auf der Suche nach der Sehnsucht der Verbundenheit

In Mitteleuropa, und besonders im stark besiedelten Deutschland, ist mittlerweile nahezu jeder Fleck vom Menschen umgestaltet. Den Urwald oder eine ursprüngliche Landschaft gibt es schon lange nicht mehr. Die Landschaft ist zur Kultur Landschaft geworden. Jahrhundertelang wurde sie genutzt zur Landwirtschaft, Energiegewinnung und Besiedelung. Wälder wurden abgeholzt und Flüsse wurden begradigt.
Eine Landschaft, wie z.b. die Rhön, hat ihr heute typisches Aussehen erst durch die Jahrhunderte lange Bearbeitung durch den Menschen erhalten. Die Köhler haben hier den Wald für immer verändert.
Die wenigen erhaltenen „natürlichen Landschaften“ sind schwer zu finden und äusserst empfindlich. Viele Menschen sind, wenn Sie „in die Natur“ gehen auf der Suche nach etwas davon. Es ist die Suche nach einem bestimmten Gefühl, einer Sehnsucht oder einer Verbundenheit. Jeder kennt von sich diese Suche, ich versuche diese Sehnsucht in meinen Bilder abzubilden. Ich spüre eine große Verbundenheit wenn ich mich lange mit einer Landschaft beschäftige und dann Stunden Tage oder gar Monate in vollkommener Ruhe auf das richtige Licht warte. Gerade zu den Orten, die ich nach einigen Jahren immer wieder besuche, baut sich eine innige Beziehung auf. Man beginnt die vertrauten Bäume und Steine wie alte Bekannte zu begrüßen. Manch einer dieser Bäume erscheint einem wie ein alter, gütiger Weggefährte.

Landschaftsfotografie und Meditation

Um die Landschaft so zu erfahren muss man sich darauf einlassen. Viele fallen heute, wie mit einem Fallschirm, in die Natur ein. Verschiedenste Verkehrsmittel ermöglichen diesen schnellen Ortswechsel immer schneller. Manch einer meint sogar, sich mit allen möglichen, ständig neuen, Sportarten an der Landschaft regelrecht abzureagieren.

Um die Landschaft wirklich zu verstehen bedarf es jedoch weitaus mehr. Um das Wesen einer Landschaft abzubilden muss ich mich emotional mit der Landschaft auseinandersetzen. Es benötigt sehr viel Zeit bis dann ein Bild fertig ist. Um das richtige Licht die Jahreszeit und die Stimmung zu finden bedarf es sehr viel Geduld und Ausdauer. Neben diesen beiden Tugenden sind die Füße das wichtigste Werkzeug eines jeden Landschaftsfotografen.

 

 

technik

Auf der langen Suche nach dem richtigen Licht.

Oft begebe ich mich früh morgens noch vor Sonnenaufgang an den vorher genau berechneten Aufnahmeort. Das Warten auf das erste Licht und das Aufwachen der Natur mitzuerleben, fasziniert mich ein jedes Mal aufs Neue. Dieses geduldige Warten in vollkommener Ruhe habe ich bei meinen vielen Reisen sehr genießen gelernt. Mitunter dauert es einige Tage oder gar Wochen und Monate, bis das Licht sich zufriedenstellend einstellt. Nur ein einziges gelungenes Foto entschädigt dann sehr viel mehr als nur für all die Mühen und Strapazen.


Licht und Farben am Rande der Tagestunden.

Die Natur spielt ein besonderes Farbenschauspiel in diesen Stunden. Jeder Fotograf kennt die verschiedensten Eigenschaften des Lichtes. Das Licht in dieser Zeit ist besonders weich und die Farben, früh morgens, durch die klare Luft besonders intensiv. Kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang gibt es einen kurzen Moment in dem die Farben ganz besonders klar erscheinen. Für viele meiner Motive nutze ich diese Farbstimmung. Der beste Moment ist sehr kurz vor Sonnenaufgang. Es ist so als ob die Natur in diesem Moment die Luft anhält. Es ist jedes mal ein kleiner Zauber wenn dann die Sonne aufgeht. Nicht ohne Grund verbinden die Menschen seit Jahrtausenden besondere Emotion mit dem Sonnenauf- und Untergang


Bildkomposition

Ganz so wie in der Landschaftsmalerei komponiere ich meine Bilder ebenfalls exakt nach Sichtachsen, Größenverhältnissen, Stimmungen und der Farbkomposition. Das fertige Bild entsteht dabei lange vorher im Kopf und ist ein Ergebnis intensiver Planung. Das allerwichtigste dabei ist, Licht, Wetter, Jahreszeit, Sonnenstand usw. exakt einzuplanen.
Wenn dann aber alles zusammentrifft und Licht und Wetter mitspielen, betrachtet ich ein gelungenes Foto immer noch als ein Geschenk. Ein Geschenk deswegen weil ich vor Ort immer noch offen für Neues sein möchte, egal wie exakt und detailliert ich voraus geplant habe. Für manch ein Foto bedarf es dann Tage, Monate oder sogar Jahre. Manch ein Bild kommt sogar nie, egal wie oft ich schon vor Ort war. So zum Beispiel blieb mir der, für seine malerische Lage berühmte, Lake Matheson in Neuseeland bis heute verwehrt. Bei jeder meiner Neuseelandreisen habe ich mich, unzählige male, früh morgens bei Dunkelheit aufgemacht, mit der Hoffnung auf ein bestimmtes Bild. Der Erfolg blieb aus. Ein anderes Bild, das mit zu meinen Lieblingsbildern gehört ergab sich dafür, früh morgens direkt am Strassenrand auf dem Weg dorthin.

 

Bild titel für Thumbs

Bei diesem Nordlicht Bild kam alles zusammen. Lange vorab habe ich den Standpunkt an einem weißen Korallenstrand für eine gute Spiegelung herausgesucht. Die Sichtachsen, die Mondphase, der elfjährige Zyklus der Nordlichter, die Ebbe für den nassen Sand, das Wetter, all das war geplant bei diesem Bild. Das zusätzliche Tagesrestlicht war ein Geschenk obendrauf.





 



Bilder ohne Manipulationen

Ich warte grundsätzlich immer auf das richtige Licht. Filter, HDR und LDR Techniken oder eine starke Nachbearbeitung verwenden ich nicht. Meiner Meinung nach ist das eine Störquelle zwischen dem Medium Fotografie als Kommunikationsmittel und dem Betrachter. Dabei verlieren die Fotos ihre Botschaft, weil sich buchstäblich etwas zwischen die Fotografie und den Betrachter stellt. Fotografie in all ihren Facetten funktioniert zwar anders als unser Auge, aber mithilfe der Fotografie zu kommunizieren ist eine kulturell erlernte Fähigkeit. Die HDR Technik entspricht eigentlich sehr viel mehr dem, wie wir Menschen die Welt wahrnehmen, lässt sich aber ganz und gar nicht mit dem vereinbaren wie wir kulturell erlernt haben Fotos zu lesen.


Panoramaformate

Ich verwende häufig Panoramaformate. Die weiten Formate der Panoramatechnik eignen sich deswegen so gut für die Landschaftsfotografie weil dieser Bildausschnitt sehr viel mehr dem entspricht, wie wir die Welt wahrnehmen. Nicht zu verwechseln ist die Panoramafotografie mit der 360° Technik. Diese Technik passt nicht zu meiner Arbeit. Für mich muss ein funktionierendes Bild immer ein fest definierter Ausschnitt sein. Jedes Foto, das eine Geschichte erzählt, benötigt einen klar definierten Rand. Anfang und Ende vom Motiv sind nur dann deutlich definiert. Ein weiterer Grund warum ich die Panoramatechnik gerne einsetze ist, dass sich damit sehr große Bilder realisieren lassen. Viele meine Bilder sind für einen sehr großen Print komponiert. Ich orientiere mich dabei an den Landschaftsgemälden alter Meister. Erst auf einem Abzug in Original Größe, der durchaus auch größer als 2 Meter sein kann, wirkt so ein Bild dann erst. Die Ausgabe Größe und die Wahl des Papiers ist ein wichtiges Gestaltungsmittel. Der Bildschirm ist dafür ein denkbar schlechtes Anzeigegerät. Man muss Fotografien physisch erleben um sie ganz zu begreifen. Die Prints meiner Fotografie fertige ich selber und stelle sie zum Verkauf oder zeige sie in Ausstellungen.

 

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