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Fotodesign

Wilde Wälder

Der Wald als lebendiger Jahrtausende alter Organismus..


Schon seit meiner Kindheit faszinieren mich Wälder. Das spannende am Wald ist das er nur als Gesamtorganismus begriffen werden kann. Umso schwerer ist es den Wald in einem Bild festzuhalten. Es ist immer das ganze das einen Wald ausmacht. Die Stimmung, das Licht, die Farben der Geruch und vieles mehr. Jeder Wald ist wie ein eigenes Wesen. In den wenigen noch vorhanden alten über Jahrtausend gewachsenen Wälder dieser Welt meint man dieses Wesen direkt greifen zu können so stark ist es vorhanden.

Flakstad Stran

Ganz Mittel Europa war einst mit jenen Wäldern bedeckt. Den Römern war dieser Wald sehr suspekt. Im Gegensatz zu der ihnen vertrauten offenen Landschaft war der Wald damals ein vielschichtiger Ort mit tiefen unbekannten Geheimnissen. Die aus Sicht der Römer wilden Germanen, die in diesen Wäldern lebten, waren das Gegenteil zum Lebensstil der Römer. Die Deutschen haben bis heute eine spezielle Beziehung zum Wald. Für viele gilt der Wald als ein besonderer Ort. Leider ist die gesamte Landschaft in Deutschland mittlerweile nahezu zu 100 Prozent vom Menschen umgestaltet, verbaut, verändert oder umgegraben. Das alte Wesen der Wälder ist dadurch für immer verloren.

 

Deutschland

Der Hutewald - Uralte Bäume, deren einstige Namen längst vergessen sind.

In den alten Hutewäldern wird noch etwas von dem ursprünglichen Wald erahnbar. Ein Hutewald ist kein Urwald, wie oft behauptet, sondern ebenfalls ein Kulturwald. Ein Hutewald ist ein seit Jahrhunderten benutzter Wirtschaftsraum. Hier hat man bewusst den Wald erhalten zur nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung. Die Menschen haben damals die Schweine zum Hüten in den Wald getrieben. Durch die vielen Jahre dieser Nutzung konnten alte Bäume als Solitäre bis über ihren tot hinaus im Wald erhalten bleiben. Früher hatte jeder dieser Bäume einen eigenen Namen. Namen die heute längst vergessen sind. Wenn man sich aber darauf einlässt kann man das Wesen der alten Bäume noch erahnen. Jedem der bereit ist erzählt dieser Wald eine Geschichte. Nicht ohne Grunde kommen viele der deutschen Märchen aus genau diesen Wäldern.


Neuseeland

Der Regenwald in Neuseeland

Flakstad Stran

Neuseeland ist eines der zuletzt vom Menschen besiedelten Regionen dieser Welt. Hier ist der ursprüngliche Wald, wie er seit Jahrtausenden besteht, zum Teil erhalten geblieben. Es ist den Neuseeländern hoch anzurechnen das sie dieses Erbe bereits früh zu schätzen gelernt haben und viel unternehmen die letzten Wälder dieser Art zu schützen.

Mit der Abtrennung Neuseeland von dem Urkontinent Gondwana hat sich ein bis heute erhaltenes uraltes eigenes Ökosystem gebildet. Weit ab vom Rest der Welt ist auf diesen üppig grünen Inseln im Pazifik, durch ihre geografisch besondere Lage, ein Wald erhalten geblieben wie er bereits zu Zeiten der Dinosaurier existierte. Dieser durchgängig erhalten gebliebene Jahrtausend alte Lebenszyklus der Wälder ist ein völlig anderer Wald als der vom Menschen gestaltete Wald.


Westküsten Wälder

An den Westküsten wachsen in Neuseeland, auf Grund der hohen Niederschläge üppig grüne Regenwälder. Die Fjordlands sind eine Region mit dem weltweit höchsten Niederschlag. Jeder kleinste Fleck ist hier lebendig. Die Fjordlands sind größtenteils unbewohnt. Riesige Farne, Moss in allen Grünschattierung und Pflanzen aus längst vergangenen Zeitepochen verschlingen jeden der in diesen Wald eintaucht, behutsam nehmen sie einen wie mit einer Umarmung auf. Wenn man lange stehen bleibt hat man gar das Gefühl das auch etwas auf einem zu wachsen beginnt. Metergroße Blätter, auf deren Rückseite man mit dem Fingernagel schreiben kann, winken einem dabei entgegen. Die Maori haben den vielen Pflanzen klangvolle Namen gegeben. Kauri, Rimu, Ponga, Pohutukawa oder Podocarpaceae.

 

Der Vater der Bäume

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Te Matua Ngahere - Vater der Bäume

Jahrtausend alte Bäume stehen in den Wäldern Neuseelands neben baumhohen Farnen. Die besonders alten Baumriesen verehren die Ureinwohner Neuseeland als respektvolle Persönlichkeiten. Weit im Norden der Nordinseln, im Waipoua Forest, steht der größte bekannte Kauri Baum. Die Maori haben ihm den Namen Tāne Mahuta gegeben, benannt nach dem gleichnamige Gott des Waldes Tāne. In naher Nachbarschaft steht der, ebenfalls imposante, Te Matua Ngahere, übersetzen lässt sich der Name mit „Vater des Waldes“. Das Alter dieser Bäume ist unbekannt, wird aber auf 2000-3000 Jahre geschätzt. Seit Tausenden Jahren stehen diese Bäume fest und ruhig im Wald und erzählen jedem der vorbei kommt und bereit ist hinzuhören etwas von ihrer Geschichte.

Wälder am Rande der Antarktik


Bäume im Catlins National Park

 

In einem der Südlichsten Gebiete der Welt. An der Südlichsten Spitze Neuseeland am Rande der Antarktik (Südlicher Ozean) liegt der Catlins National Park. Hier hat der Wind die Landschaft geformt. Es sind die brüllenden Achtziger. Jene Winde die stehst am Rande der Antartktis wehen. Die Albatrosse nutzen diese Winde als Autobahn bei der Umrundung der Erde. Mehr über die Tierwelt Neuseelands Diese starken stetig wehenden Winde haben auch die Landschaft geformt. In den tieferen Tälern wächst auch hier der für Neuseeland typische dichte Regenwald der gemäßigten Zonen. An den offenen Stellen haben sich kleine Heine als Zusammenhalt gegen den Wind gebildet. Es sind die typischen Jahrtausende alten Arten der Antarktikschen Fauna, überlebende vom Urkontinent Gondwana

 

 

Australien

Der Küstenwald in Australien

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Trotz der unglaublich großen Flächen ist Australien leider schon ein ganzes Stück weiter mit der Zerstörung seiner Wälder. Es sind die, bei der Besiedlung so begehrten, und sehr empfindlichen Küstenregionen die einst mit üppigem zusammenhängendem Wald bedeckt waren. Im Norden wächst dichter tropischen Regenwald. In den milderen Küstenregionen wächst der typische Eukalyptus Wald, dessen Bäume eine beindruckend Höhe erreichen können. Im Süden steht, an wenigen Stellen, noch immer der alte Küstenwald. Uralte Baumriesen stehen seit Jahrhunderten in diesen Wäldern. Die immergrüne Myrten Buchenwälder oder die Antarktik Buchen wachsen in diesen wenigen erhaltene südlichen Küstenwäldern. Sie sind, so wie in Neuseeland, Überbleibsel vom Urkontinent Gondwana. Das alte Wesen dieser tiefen Wälder beeindruckt jeden Gast noch heute zutiefst.

 

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